Gipfelkreuz des Gaulkopfes im Zillertal

Der geheime Gipfel: der Gaulkopf im Zillertal

Nur die Einheimischen kennen ihn: den Gaulkopf im Zillertal. Er ist ein echter Geheimtipp. Wir erzählen Dir, warum er bei Deiner Urlaubsplanung auf keinen Fall fehlen darf.

tourtricks-Steckbrief zum Gaulkopf

  • Start
    • Ginzling hinter Mayrhofen, unweit vom Naturparkhaus
    • kurz hinter dem Naturparkhaus befindet sich ein Schild Straßenrand
  • Gipfel:
    • Gipfelkreuz des Gaulkopfes/der Gaulspitze, 2.411 Meter hoch
  • Einkehr
  • Dauer:
    • Maxhütte: 1h
    • Gaulkopf: 3h 20 Minuten
    • inkl. Abstieg: 7 h 30 Minuten
  • Schwierigkeitsgrad:
    • Maxhütte: leicht bis mittel
    • Gaulkopf: schwer
  • Wetterbedingungen: 
    • bitte nur bei gutem/sonnigen Wetter wandern
    • auch an sonnigen Tagen ist der Berg im Schatten und es ist feucht/nass
  •  Fahrrad / Kinderwagen: 
    • mit Rad oder Kinderwagen ist die Tour nicht möglich
  •  Anfahrt mit Auto:
    • Ginzling, Schild kurz hinter dem Parkplatz am Naturparkhaus

Der Gaulkopf: ein besonderer Gipfel 

Wir sind keine Actionhelden. Und wir sind keine Tiroler. Wir sind Flachländer aus der Nähe von Berlin, die fast jeden Gipfel im Zillertal kennen. Das macht uns zu einer extrem seltenen Spezies. Und es hat uns angetrieben, denn wir wollten ihn unbedingt erklimmen: den Gaulkopf, den nur die Einheimischen kennen und von dem wir so viele Jahre nichts wussten.

Trotzdem fragt Ihr Euch sicher: Was ist so besonders am Gaulkopf, den viele auch als Gaulspitze bezeichnen?

1. Er ist ein Geheimtip

Das Gipfelkreuz gibt es erst seit zehn Jahren. Schürzenjäger und Bergführer Willi Kröll hat es gemeinsam mit Freunden der Bergrettung Ginzling und Bergfreunden am 12. August 2006 errichtet. Seitdem hat sich das Gipfelbuch kaum gefüllt: Innerhalb eines Jahres haben Wanderer nur zwei Seiten beschrieben. Viele Eintragungen im Gipfelbuch sind von Ginzlingern oder Zillertalern. Als Brandenburger fühlten wir uns geehrt dort zu sein. Auch wir  hatten nur von Zillertaler Freunden vom Gaulkopf erfahren. Der Weg dorthin versetzte uns in Aufregung. Und damit sind wir beim zweiten Grund, warum der Gaulkopf etwas Besonderes ist.

Aufstieg Gaulkopf Zillertal
Der Aufstieg zum Gaulkopf: Die letzten Meter haben es in sich.

2. Er gibt uns einen Adrenalinkick

Der Gaulkopf bringt Action: Er ist zwar nur 2.411 Meter hoch, hat es aber in sich. Wenn Ihr nicht regelmäßig in den Bergen auf anspruchsvollen Touren unterwegs seid, spürt Ihr bei dieser Tour schon einen leichten Nervenkitzel. Von Anfang an geht es recht steil bergauf und Platz für Stehpausen gibt es kaum. Ein Wanderweg ist nur selten vorhanden: Wir müssen uns an den Markierungen im Gelände orientieren und den leichten Trittspuren vor uns folgen. Die Markierungen finden wir schnell: Bergführer Willi Kröll hat den Weg erst im August 2016 frisch markiert.

Ob die Wanderung wirklich gefährlich ist, hängt von Euch selbst ab. Steil und schmal ist der Weg auf jeden Fall – mit Respekt und sorgfältig gewählten Schritten, lässt sich der Weg zum Gipfel aber meistern. Und was spricht noch für den Gaulkopf?

Aufstieg Gaulkopf Zillertal
Schmale Wege oder Trittspuren: Die Wanderung zum Gaulkopf ist vielseitig

3. Er ist der Unberührte

Der Weg ist einsam und naturbelassen. Auf der Maxhütte erfahren wir, dass schon viele Wanderer auf dem Weg zum Gipfel umgedreht sind. Der Gaulkopf ist deshalb kein Gipfel für jedermann. Und so hat er es auch gewollt, Bergführer Willi Kröll. Gut erreichbare Gipfel gibt es im Zillertal genug. Sie lassen sich teils mit Seilbahn, teils mit Auto erreichen. Der Gaulkopf ist fern von alledem. Er kennt keine Fahrstraßen, keine Seilbahn und keine gewöhnlichen Touristen. Hier gibt es nur die Natur und Dich. Und wenn doch mal jemand anderes kommt, dann schau gut hin, denn der Gaulkopf ist nicht irgendein Gipfel:

4. Er ist der Hausberg

Als Hausberg ist der Gaulkopf das Ziel vieler Ginzlinger. Und die sind durchaus prominent: Es lohnt sich deshalb nach ihrem Namen zu fragen. Denn hier trefft ihr oft bekannte Persönlichkeiten und Musiker aus dem Zillertal. Dazu gehört natürlich Willi Kröll, aber auch die früheren Hegl Ulrich und Alexander Huber. Die beiden bekannten Zillertaler Musiker gehen oft auf den Gaulkopf hinauf. Und so passiert es auch, dass sie auf der Maxhütte zusammen kommen und gemeinsam musizieren. So kann Euch der Gaulkopf einen unvergesslichen Tag bescheren. Als Erinnerung bleiben Euch die Fotos vom Gipfelkreuz – dem fünften Grund, weshalb ihr den Gaulkopf unbedingt auf Eurer Tourenliste haben solltet.

Maxhütte in der Gunggl
Die Maxhütte im Zillertal: Eine der urigsten Hütten im Zillertal. Wirtin Christa Sandhofer hat viele Geschichten über die Hütte parat.
Kaiserschmarrn Maxhütte Zillertal
Der Kaiserschmarrn der Maxhütte im Zillertal: ein Hochgenuss
Maxhütte Ginzling Zillertal
Die Maxhütte von innen: So gemütlich ist es, wenn das Wetter mal nicht so stimmt.

5. Er hat eines der schönsten Gipfelkreuze

Der Gaulkopf hat kein gewöhnliches Holzkreuz. Es wurde nach Willi Krölls Vorstellungen in der Schlosserei von Erich Trinkl in Mayrhofen gefertigt. Das Steinmännchen, das bis 2006 den Gipfel markiert, wurde in das Gipfelkreuz integriert. Wie das Gipfelkreuz aufgestellt wurde, könnt Ihr Euch auf den Fotos im Gipfelbuch anschauen. Besondere Momente hat der Gipfel auch schon erlebt: Der Hüttenwirt der Maxhütte hat hier um die Hand seiner Frau angehalten.

Und so sind wir am Ende unserer Tour noch immer keine Actionhelden, fühlen uns aber wie welche.

Errichtung Gaulkopf Gipfelkreuz 2006
Die Errichtung des Gipfelkreuzes im August 2006: Willi Kröll mit Bergfreunden und der Bergrettung Ginzling

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