Trisslalm: Almtradition pur

Seit über 100 Jahren ist die urige Trisslalm im Wildgerlostal schon im Familienbesitz: So viel Familien- und Almtradition wie hier erlebst Du nur noch selten.

Annelies und Hansjörg Eberharter sind Herz und Seele der Alm. Sie bewirtschaften die Trisslalm mit ihren Kühen im Sommer – und das zusammen schon seit etwa 30 Jahren. Ihre Landwirtschaft liegt in Aschau im Zillertal.

Melchermuas und hausgemachte Speisen

Die Wirte sind es, die den Gästen auf der Trisslalm Einblicke in das echte Almleben bieten: Hansjörg führt auf der Alm eine Familientradition fort und bereitet auf Vorbestellung am Vortag das Melchermuas auf einer Feuerstelle zu, so wie es nur den Männern der Familie erlaubt war. Konditormeisterin Annelies bäckt die Kuchen. Fast alle Speisen stellen die Wirte selbst her: den Speck, das Bauernbrot, den Kaiserschmarrn, die Kapress- und Speckknödelsuppen und den hausgemachten Kuchen.

Leichte Wanderung vom Alpengasthof Finkau

Die Wanderung zur Trisslalm ist einfach und eignet sich für Familien mit Kindern oder Kinderwagen sowie für alle, die nicht mehr so weite und schwere Wege gehen können. Ein bisschen Durchhaltevermögen solltest Du bei aller Kürze trotzdem mitbringen, denn Du überwindest etwa 160 Höhenmeter auf einem kurzen Weg von ungefähr 2 Kilometern. Also vor allem mit dem Kinderwagen ganz kurz die Zähne zusammen beißen und schon bist Du oben.

Vom kostenpflichtigen Parkplatz des Gasthofs Finkau, der Familien und Kinder mit einem Spielplatz und Spielsachen anlockt, führt Dich ein Wanderweg am Finkausee entlang der Leitenkammerklamm zur Trisslalm hinauf. Schon am Gasthof und am Finkausee gibt es für Kinder so viel zu entdecken.

Naturschauspiel Leitenkammerklamm

Die Leitenkammerklamm, die Du vom Gasthof Finkau auf dem Weg zur Trisslalm durchqueren kannst, ist ein beeindruckendes Naturschauspiel: Der Wildgerlosbach hat hier über Jahrzehnte Schneisen in die Felsen geschlagen und bahnt sich seinen Weg über 100 Metern durch eine Schlucht hinaub in den Finkausee. Das ist herrlich anzusehen und bringt Dir im Sommer Erfrischung, wenn Du der Klamm nah genug kommst.

Aussichtskanzeln, Bänke und ein Wildtierlehrpfad sorgen dafür, dass Deine Familie die Leitenkammerklamm mit Freude erkundet. Um dieses Erlebnis mit Deiner Familie zu teilen, wählst Du beim Abzweig am Ende des Finkausees den rechts abzweigenden Weg durch die Leitenkammerklamm – allerdings nur, wenn Du Dir am Ende auch ein paar sportliche Steigungen zutraust – mit oder ohne Kinderwagen. Wenn Du es etwas flacher magst, nimmst du den linken Weg zur Trisslalm, der Dich abseits der Leitenkammerklamm zur Trisslalm hinauf führt. Weiter oben treffen beide Wege wieder aufeinander.

Und noch eine Neuigkeit am Schluss: Gemeinsam mit dem Alpenverein ÖAV Sektion Krimml-Warnsdorf und der Unterstützung des Salzburger Nationalparkfonds wurde die Drechselhütte unterhalb der Trisslalm saniert. Dort wurden bis in die 60er-Jahre Gebrauchsgegenstände wie Schüsseln gedrechselt – aus Zirbenholz, das in einem Zirbenwald entlang der Leitenkammerklamm gewonnen wurde. Sie kann auf Anfrage bei der Trisslalm besichtigt werden.

Maxhütte: Urige Alm in der Gunggl

Du möchtest noch mehr urige Hütten besuchen? In der Gunggl im hinteren Zillertal findest Du die Maxhütte. Hier bäckt Wirtin Christa Kuchen und es gibt leckere Schnitzel und guten Kaiserschmarrn.

Titelbild Blogbeitrag Maxhütte

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