Im Stall das Kälbchen besuchen oder mit Bergbauer Thomas die Brote aus dem Steinofen holen: Das kannst du bei einem Besuch auf der urigen Karlalm im Zillertal (1.750m) erleben. Hier erfährst du mehr über die urige Hütte am Ramsberg, wo du pure Almidylle findest.

Bergbauer Thomas sorgt für Almidylle
In einer schnelllebigen Zeit wie dieser, sehnen wir uns mehr denn je nach einem urigen Platz mit Beständigkeit. Auf der Karlalm finden wir diesen jedes Jahr, wenn Thomas uns begrüßt – genauso wie ein echtes, pures Almgefühl. Deshalb kommen wir selbst so gern hierher.

Vor der kleinen Hütte aus Holz sitzen wir an Regentagen an einem der zwei Tische unter dem Dach und beobachten den vorbeiziehenden Nebel. Bei Sonne suchen wir uns ein Plätzchen am Brunnen und lauschen dem Plätschern des Wassers und dem Läuten der Kuhglocken.

Abschalten und Almidylle genießen
In den Bergen werden Worte überflüssig, weil der Augenblick bis an den Rand mit Sinn gefüllt ist.“
Diese Zeilen schrieb die Karlalm am 23. Juni 2021 auf ihrer Facebook-Seite. Und genauso fühlen wir uns, wenn wir auf der kleinen Bank an der Karlalm sitzen und die Bergidylle genießen.


Am liebsten möchten wir auf der Karlalm jede Sekunde und jede Minute festhalten, so als könnte sich dieser Moment für immer ins Gedächtnis einbrennen. Wir blicken auf all die vielen Berggipfel, die wir schon erklommen haben: den Marchkopf, den Wimbachkopf, den Rastkogel.

Brettljause mit Karlalm-Käse und Brot aus dem Steinofen
Bergbauer Thomas begrüßt uns jeden Sommer mit Freude – so wie alle seine Gäste. Dann gibt es ein Schnapserl, ein Bier und eine richtig gute Brettljause mit selbst erzeugtem Käse und selbstgebackenem Brot aus dem Steinofen. Leider waren wir noch nie dabei wie Thomas das Brot aus dem Ofen holte – irgendwann wird das bestimmt nochmal klappen ☺️.

Besonders schön: Kälbchen im Stall besuchen
Wenn‘s an der Karlalm nicht so voll ist, hockt sich Thomas gern auf ein gutes Gespräch zu uns. Und wenn gerade erst ein Kälbchen geboren wurde, geht‘s gemeinsam in den Stall – so wie 2024, als die kleine Alpenrose gerade erst ein paar Wochen auf der Welt war.

Jahrzehntelange Tradition, die fortlebt
Die Almidylle, die wir auf der Karlalm spüren, ist wirklich da. Bergbauer Thomas setzt hier eine jahrzehntelange Tradition fort: Sein Vater, Josef Fankhauser – auch liebevoll „Sepp“ genannt, hat deutlich mehr als 25 Jahre auf der Karlalm verbracht. Die Tiroler Tageszeitung berichtete 2019 über ihn.

Auch wir haben Sepp jahrelang dort oben getroffen. Noch heute erinnern wir uns gut daran, wie er früher auf der Bank vor der Hütte saß. Für uns wird er dort immer sitzen, denn die Erinnerung bleibt, auch wenn er nicht mehr bei uns ist.

Und jetzt bist du dran: Erlebe echte Bergidylle im Zillertal an der urigen Karlalm:
Wie kommst du zur Karlalm im Zillertal?
Zur Karlalm führen einige Wanderwege: Du hast die Qual der Wahl.
Variante 1: Der „einfachste“ Weg zur Karlalm
Ein herrlicher Wanderweg, der nicht so viele Höhenmeter abverlangt, führt dich von der Bergstation der Gerlossteinbahn über die Alte Kotahornalm zur Karlalm hinauf. Diese Wanderung ist bis zur Alten Kotahornalm leicht, danach mittelschwer. Dauer: Etwa 1-1,5 Stunden Gehzeit – je nachdem, wie schnell du bist. Die Wanderung ist ausgeschildert.


Variante 2: Sportliche Tour von Mayrhofen zur Karlalm
Wenn du es sportlicher angehen möchtest, wanderst du von Mayrhofen über das Gasthaus Steinerkogel (kein Restaurantbetrieb mehr) zur Karlalm hinauf. Diese Wanderung lässt sich etwas abkürzen, wenn du vom Gasthof Thanner am Brandberg startest.


Variante 3: Gipfeltour zur Karlalm
Und wenn du vor dem Hüttenbesuch noch ein paar Gipfel erklimmen möchtest, kannst du das von der Bergstation der Gerlossteinbahn ebenfalls tun und beispielsweise den Freikopf, die Steinkarspitze oder die Gerlossteinwand besuchen. Für besonders Bergerfahrene Wanderer empfehlen wir auch das Hochfeld.
