Hochiss Gipfelkreuz Achensee

Vom Tal zum Gipfelkreuz: über die Buchauer Alm auf den Hochiss

In rund dreieinhalb Stunden vom Tal bis zum Gipfel: Das gelingt Euch mit unserer Wanderung auf den Hochiss, von Maurach am Achensee. Eure Pause macht Ihr auf der urigen Buchauer Alm – bei Wirtin Silvia Prantl.

Vom Tal bis zum Gipfel: Über 1.300 Meter in dreieinhalb Stunden

Im Gegensatz zu den vielen tourtricks-Wanderungen im Zillertal startet Ihr bei dieser Wanderung am Achensee deutlich höher – auf 970 Metern über dem Meeresspiegel. Das macht sich für Euch bezahlt: In weniger als dreieinhalb Stunden erreicht Ihr den 2.299 Meter hohen Hochiss, der sich bei guter Kondition gut meistern lässt.

Gute Laune holt Ihr Euch auf dem Weg bei der Buchauer Alm: Wirtin Silvia unterhält die Gäste und gehört für uns zu den nettesten Hüttenwirtinnen, die wir bisher getroffen haben. Zurück ins Tal nehmt Ihr die Rofanseilbahn und entlastet Eure Gelenke.

tourtricks-Steckbrief zum Hochiss

  • Start
    • Talstation Rofanseilbahn, Maurach am Achensee, 970 Meter
  • Gipfel:
    • Gipfelkreuz des Hochiss, 2.299 Meter
  • Einkehr
    • Buchauer Alm
    • Erfurter Hütte
  • Dauer:
    • Buchauer Alm: 1h
    • Erfurter Hütte: 2h
    • Hochiss: 3h 20 Minuten
    • Erfurter Hütte/Bergstation Seilbahn: 4h 30 Minuten
    • Rückweg mit der Seilbahn von der Bergstation
  • Schwierigkeitsgrad:
    • Buchauer Alm: leicht bis mittel
    • Erfurter Hütte: leicht bis mittel
    • Hochiss: mittel bis schwer
  • Fahrrad / Kinderwagen: 
    • mit Rad oder Kinderwagen ist die Rundtour nicht möglich
  • Anfahrt mit Auto:

Warmlaufen: von der Talstation der Rofanseilbahn zur Buchauer Alm

Wir brechen für unsere Tour zum Hochiss relativ früh auf: um 09:00 Uhr geht es an der Talstation der Rofanbahn los, wo wir unser Auto parken. Bei den Wegweisern an der Kreuzung der Fahrstraße gehen wir nach links auf einen Weg, der später in den Wald führt. Wir wandern uns langsam ein und freuen uns auf unser erstes Ziel: die Buchauer Alm.

Talstation Rofanseilbahn Maurach am Achensee
An der Talstation der Rofanseilbahn startet unsere Tour zum Hochiss

Unsere Erwartungen an die Buchauer Alm sind groß, denn wir haben schon viel über die Hütte gelesen – das erste Pausenziel auf unser zweiten Tour am Achensee. Auf ihrer lebhaften Facebook-Seite legt Familie Prantl einen sympathischen Auftritt hin und überzeugt uns schon im Vorfeld mit super Bewertungen.

Alles Bio auf der Buchauer Alm

Kurz vor 10 Uhr erreichen wir die Buchauer Alm. Der Aufstieg war nicht schwer, trotzdem freuen wir uns, dass die Alm gerade öffnet. Wirtin Silvia empfängt uns freundlich. Wir kommen rasch ins plaudern und erfahren, dass hier alles Bio ist. In unserem Schoko-Mandel-Kuchen sind frische Bio-Eier drin und selbst der Pfefferminztee und der dazugehörige Akazienhonig sind Bio. Ich freue mich über das große Teekännchen mit Hüttenmotiv, unter der sich zugleich die Tasse versteckt. Ich liebe es, wenn Details stimmen.

Teekanne Buchauer Alm
Die liebevolle Teekanne auf der Buchauer Alm, unter der sich die Tasse befindet.
Kuchen Buchauer Alm Achensee
Frisch gebackener Kuchen: Als wir an der Buchauer Alm ankommen, ist er noch warm

Im Herbst kommt die Sonne auf der Buchauer Alm erst kurz nach 11 Uhr morgens raus. So ist für uns schnell klar: Hier kommen wir noch einmal her, um es uns in den Sonenstühlen bei toller Aussicht gemütlich zu machen. Für die nächste Wanderung planen wir einen Besuch am Nachmittag.

Buchauer Alm Achensee
Die Buchauer Alm im Sonnenschein: Die Hütte zum Wohlfühlen und Sonne tanken

Trotz Skipiste: Natur pur zwischen Buchauer Alm und Erfurter Hütte

Der weitere Aufstieg von der Buchauer Alm zur Erfurter Hütte an der Bergstation der Rofanseilbahn führt uns teilweise an einer Skipiste entlang. Diese nehmen wir als solche kaum wahr – anders als sonst im vorderen Zillertal. Denn hier gibt es keine Schneekanone und die Piste fügt sich in die Natur ein, als würde sie schon immer dorthin gehören.

Plötzlich hören wir ein lautes Pfeifen eines Murmeltieres und sehen es an einem entfernten Felsen sitzen. Ich pirsche mich an den kleinen pelzigen Freund heran, um ein Foto für tourtricks zu schießen. Es ist erst das zweite Mal, dass wir ein Murmeltier so hautnah erleben. Zuletzt war uns das auf unserer Wanderung zur Greizer Hütte im Zillertal gelungen. Die Wanderung kommt uns bis hier nicht besonders schwer vor – wir genießen sie in vollen Zügen und brauchen nur eine Stunde von der Buchauer Alm bis zur Bergstation.

Murmeltier Buchauer Alm Achensee
Natur pur kurz hinter der Buchauer Alm: Ein Murmeltier pfeift laut auf

Hochiss: Schmale Steige mit schönem Gipfelblick

Wir kommen einige hundert Meter entfernt  hinter der Erfurter Hütte auf einer kleinen Fahrstraße heraus und entscheiden uns erst auf dem Rückweg Pause an der Erfurter Hütte zu machen. Wir zweigen nach rechts ab und folgen dem Schild zum Hochiss. Über uns starten regelmäßig die actionbegeisterten Urlauber, die mit dem Airrofan eine Menge Spaß und Nervenkitzel unterhalb des Geschöllkopfes haben. Den Geschöllkopf lassen wir hinter uns links liegen und gehen gerade auf den Hochiss zu.

Air Rofan Bergstation Rofanseilbahn Geschöllkopf Achensee
An der Bergstation der Rofanseilbahn: Wir blicken auf den Geschöllkopf, von wo Touristen mit dem Air Rofan starten

Kein Gipfelkreuz auf dem Geschöllkopf

Unsere Entscheidung auf den Hochiss zu gehen, bereuen wir nicht. Schon kurze Zeit später erkennen wir aus der Ferne, dass der Geschöllkopf nicht mit einem Gipfelkreuz ausgestattet ist. Der Wanderweg wird etwa 50 Minuten vor dem Hochiss etwas schmaler, als wir erneut nach links abzweigen, um von der Vorderseite den Gipfel zu besteigen. Hier liegen sehr viele kleine Steige auf dem schmalen Weg, der sich nun als zunehmend schwieriger entpuppt.

Aufstieg Gipfelkreuz Hochiss Achensee
Ein Blick zurück: Der letzte Teil des Aufstiegs zum Hochiss hat es in sich

Hochiss: Gut besuchter Gipfel auf 2.299 Metern Höhe

Zirka 20 bis 30 Minuten vor dem Gipfel ordnen auch wir ihn als schwarzen, schweren Wanderweg ein. Der Weg wird steiler und wir müssen uns immer mehr auf den Aufstieg konzentrieren. Trotzdem treffen wir hier viele ältere Wanderer zwischen 60 und 70 Jahren – das fällt uns deutlich auf. Eine Stunde und 20 Minuten benötigen wir von der Erfurter Hütte zum Hochiss: Der Gipfel ist gut besucht, da die meisten Wanderer ihren Weg von der Bergstation angetreten sind.

Gipfelkreuz des Hochiss Achensee
Das Gipfelkreuz des Hochiss: Wegen der Seilbahnstation in der Nähe, ist hier viel Betrieb

Auf dem Hochiss, der höher als seine umliegenden Gipfel ist, haben wir einen schönen Blick auf zahlreiche Gipfelkreuze und schmieden schon Pläne für weitere Touren. Zu unserer Überraschung können wir den Achensee vom Hochiss nicht sehen. Erst am Rand der Terrasse der Erfurter Hütte erhaschen wir einen Blick auf den See.

Ausblick von Erfurter Hütte auf den Achensee
Schöner Ausblick von der Terrasse der Erfurter Hütte: Hier bekommen wir endlich den Achensee zu sehen

Erfurter Hütte: Schöner Ausblick auf den Achensee

Den Rückweg zur Erfurter Hütte sind wir schnellen Schrittes angetreten und waren in nur einer Stunde dort. Der Hütte selbst merkt man ihre Nähe zur Bergstation leider an: Von außen sieht sie zwar aus wie eine der zahlreichen Alpinhütten, die nur von Wanderern erreicht werden können. Das Publikum ist aber ein anderes. Wir entscheiden uns dafür, nur etwas zu trinken und die herrliche Aussicht zu genießen. Mit dem Lift geht es zurück ins Tal – im Gepäck der Plan, die schöne Buchauer Alm mit Wirtin Silvia bald wieder zu besuchen.

Erfurter Hütte an der Rofanseilbahn
Die Erfurter Hütte an der Bergstation der Rofanseilbahn: Von hier haben wir einen herrlichen Ausblick auf den Achensee

Eine der schönsten Touren am Achensee: Der Feilkopf

Familientour mit Achenseeblick: zum Gipfelkreuz des Feilkopfs

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