Foto vom Murmeltier

Greizer Hütte im Zillertal: Den Murmeltieren auf der Spur

Der Kaiserschmarrn und die reiche Tierwelt locken Wanderer zur Greizer Hütte. Auf dem Weg durch das Floitental gibt es Murmeltiere, Ziegen und manchmal so gar Steinböcke zu sehen.

Die Hüttenwirte Irmi und Herbert

Seit 28 Jahren sind Irmi und Herbert Hüttenwirte mit viel Leidenschaft. Bei ihnen auf der Greizer Hütte (2.227 m) am Ende des herrlichen Floitengrundes genießen Wanderer die Aussicht auf das Floitenkees und stärken sich mit leckeren Speisen. Der Kaiserschmarrn hier oben gehört für uns zu einem der besten im Zillertal. Er wird mit Ziegenmilch und Eiern von eigenen Hühnern zubereitet. 

Greizer Hütte im Zillertal
Der Kaiserschmarrn auf der Greizer Hütte im Zillertal hat bei uns ganz groß gepunktet. Noch dazu ist es auf der Hütte einfach wunderschön 🙂

Die Tour im Überblick

Wanderung zur Greizer Hütte im Zillertal: Tourenbeschreibung

Ausdauernde Wanderung oder Taxifahrt

Wie Du in unserer Wanderbeschreibung gesehen hast, braucht es für den Aufstieg zur Greizer Hütte etwas Zeit. Du kannst die Wanderung aber abkürzen: mit Taxi Reini ab dem Naturparkhaus in Ginzling. Es fährt täglich um 08:00 Uhr morgens und hält auch an der Tristenbachalm, bevor es Dich durch das Floitental bis zur Materialseilbahn der Greizer Hütte bringt.

Mit der Taxifahrt sparst Du etwa 1,5 bis 2 Stunden Gehzeit auf dem dem Wirtschaftsweg und steigst direkt auf dem mittelschweren Steig ein, auf dem Du den Großteil der Höhenmeter machst. Wichtig: Das Floitentaxi hat über viele Jahre treue Dienste geleistet: Der Fahrer ist aber inzwischen in Rente gegangen.

Start am Naturparkhaus Ginzling oder an der Tristenbachalm

Du startest die Wanderung am Naturparkhaus Ginzling. Dort sind Parktplätze, damit Du Dein Auto sicher abstellen kann. Möchtest Du 30 bis 45 Minuten Gehzeit beim Aufstieg sparen, kannst Du mit dem Auto bis zur Tristenbachalm in Ginzling hinauf fahren. Die Auffahrt erfolgt auf eigene Gefahr und bitte nur nach Rücksprache mit dem Wirt der Tristenbachalm. 

Wir haben die Auffahrt bis zur Tristenbachalm gewählt und wandern in eineinhalb bis zwei Stunden auf einem Wirtschaftsweg durch das Floitental. Der Weg steigt zunächst nur leicht an, sodass wir die Landschaft mit weiten Blicken genießen können. Unterwegs kommen wir an der Steinbockhütte vorbei, an der wir weiter vorbeiziehen – wohlwissend noch einige Kilometer vor uns zu haben. Wenn Du es nicht so eilig hast, lohnt sich schon hier ein Pit Stop. 

Tristenbachalm Zillertal
Start der Tour zur Greizer Hütte an der Tristenbachalm: nach dem Abstieg lohnt sich die Einkehr bei Wirt Daniel

Den Murmeltieren auf der Spur

Wir brauchen nur zehn Minuten von der Materialseilbahn am Ende der Fahrstraße, um es zu treffen – das Murmeltier. In der Sonne auf dem Stein bemerkt es uns erst einmal nicht. Wir pirschen uns mit dem Tele-Objektiv unserer Spiegelreflexkamera näher an den Stein heran, auf dem es sitzt. Immer näher, noch näher… Dann sind wir nur noch wenige Schritte von dem Murmeltier entfernt. Und zack, verschwindet es inmitten der Felsspalten.

Murmeltier Zillertal
Murmeltier in der Nähe der Materialseilbahn beim Aufstieg auf die Greizer Hütte

Besser so war es für das Murmeltier, denn kurz darauf treffen wir den Jäger. Er war ihm schon auf der Spur und erzählt uns, dass hier hinter der Materialseilbahn das Gebiet der Murmeltiere beginnt. Wanderer kommen hier voll auf ihre Kosten und haben gute Chancen, die kleinen pelzigen Tierchen zu sehen.

Floitental im Zillertal
Das wilde, von Steinlawinen geprägte Floitental, ist ein Paradies für Murmeltiere.

Mehr als genug Murmeltiere

So süss die Murmeltiere auch sind, der Jäger ist wichtig, um die Population im Rahmen zu halten. Denn tendenziell gibt es hier eher zu viele Murmeltiere, erklärt uns der Jäger. Wenn zu viele von ihnen auf beengtem Rau leben, bekämpfen sie sich untereinander.

Murmeltier Zillertal Floitengrund
Noch ein Murmeltier im Floitengrund 🙂

Steile Felswände und rauhes Tal

Anders als umliegende Täler, beispielsweise der Zemmgrund, wirkt das Floitental mit seinen steilen Felswänden besonders rauh. Das fällt uns unterwegs auf. Lawinenabgänge, Muren und herabstürzende Felsen haben das Tal geprägt. Diese Einflüsse sind es aber auch, die zu einem vielfältigen Tierreich führen – ein Zuhause für Murmeltiere, Ziegen und Steinböcke. 

Die Greizer Hütte: Am Ziel ein Kaiserschmarrn

Knapp eineinhalb Stunden gehen wir von der Materialseilbahn auf dem Steig den Berg hinauf zu Greizer Hütte. Das letzte Stück hat es in sich und verlangt uns noch einmal einiges ab. Am Ende hat es sich dreifach gelohnt, die Ausdauer dafür zu haben: wegen der Murmeltiere, des tollen Gletscherblicks und des leckeren Kaiserschmarrns.

Greizer Hütte im Zillertal
Der Kaiserschmarrn auf der Greizer Hütte im Zillertal hat bei uns ganz groß gepunktet. Noch dazu ist es auf der Hütte einfach wunderschön 🙂
Kaiserschmarrn auf der Greizer Hütte
Einer der leckersten Kaiserschmarrn im Zillertal: bei schöner Aussicht auf der Greizer Hütte

Es ist selten, dass uns eine Wanderung und ein Kaiserschmarrn so herrlich in Erinnerung bleibt. Viel Positives haben wir über die Hüttenwirte Irmi und Herbert vorher gelesen und uns selbst von ihrem Kaiserschmarrn überzeugt.

127 Jahre Greizer Hütte

Im Jahr 2018 feierte die Greizer Hütte ihren 125. Geburtstag. Dieses Jahr wird sie 127 Jahre alt. Sie wurde 1893 als winzige Hütte (8,4m x 4,2 m) gebaut und bestand nur aus einem Raum. Dieser Raum war Küche, Speise- und Schlafraum zugleich. Erst 2003 entstand die Materialseilbahn für die Hütte: Zuvor wurde die Greizer Hütte bis in die 80iger Jahre mit Pferden und Mulis versorgt, danach mit dem Hubschrauber. Von der Geschichte wirst du oben bei Irmi und Herbert so einiges entdecken. 

Pfiffig: fünf Murmeltierwanderungen im Zillertal

Mittlerweile haben wir auch auf anderen Wanderungen Murmeltiere entdeckt. In unserem Blogbeitrag findet Du unsere fünf Murmeltierwanderungen im Zillertal.

2 Gedanken zu “Greizer Hütte im Zillertal: Den Murmeltieren auf der Spur

  1. Zum Thema Murmeltiere fällt mir folgendes ein; aber vielleicht kennt ihr das auch?
    Murmeltiere haben wir mal im Weitental bei Hintertux erlebt. Diesen Tipp hatte ich mal gelesen. Wir machten also eine schöne Rundwanderung über die Sommerbergalm( mit der AktivCard inklusive), dem Tuxer Jochhaus, hinab ins Weitental. Am Weg hörten wir es schon unentwegt pfeifen. Als wir uns kurz setzten, kamen etliche neugierige Murmeltiere bis auf 1/2 Meter heran. Das war wirklich erstaunlich, da sie keine Scheu hatten. Auch die Wasserfälle dort sind sehr imposant.
    Eine tolle Runde, auch mit Kindern!

    1. Hallo André,

      uns ging es ähnlich unterhalb der Gerlossteinwand – da schauten sie uns direkt an und kamen sogar aus ihren Höhlen. Kurz darauf sagte mir ein Wanderer, dass viele Murmeltiere mit Bananen gefüttert werden und deshalb keine Angst vor Menschen haben. Ich habe es allerdings noch nie probiert, sie zu füttern.. 😉

      Danke für Deinen Tipps zum Weitental. Richtung Hintertux waren wir bisher noch nicht viel unterwegs.

      Gruß Christina

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