Terrasse eines Cafés in Tirol im Regen

Die perfekte Radkleidung für Regen-Touren

Trocken ankommen, auch wenn es länger regnet? Wir haben für unsere Radtour auf dem Radfernweg von Berlin nach Usedom nach wetterfester Kleidung gesucht und unsere Erfahrungen für Euch aufgeschrieben.

Was uns wichtig war

Alle Anforderungen unter einen Hut zu bringen, ist nicht leicht. Drei Kriterien soll unsere Fahrradbekleidung erfüllen:

  1. Wir wollen trocken ankommen und brauchen wasserdichte Kleidung
  2. Atmungsaktiv sollen die Sachen sein, damit wir nicht unnötig schwitzen
  3. Und zu guter Letzt wollen wir auch gut aussehen

Auch an die Umwelt denken

Hobbysportler kleiden sich in der heutigen Zeit wie die Profis: Wenn es um die Wahl der Outdoorkleidung geht, darf die Umwelt nicht vergessen werden. Und das ist schwerer, als wir dachten.

Wo wir uns informiert haben

Wir haben viele Tests auf Bike-Seiten gelesen und uns auf den Webseiten der Hersteller informiert. Das sind die Bike-Seiten, die wir uns angeschaut haben:

Wasserdicht ist nicht gleich wasserdicht

Bei unseren Recherchen haben wir schnell erfahren, dass wasserdicht nicht gleich wasserdicht ist. Erst ab einer Wassersäule von mindestens 4.000 Millimetern ist Kleidung wirklich wasserdicht. Davon geht jedenfalls die eidgenössische Materialprüfanstalt (EMPA) in St. Gallen in der Schweiz aus. (Quelle: Wikipedia-Artikel zur Wasserdichtigkeit) Gängige Funktionsmaterialien liegen mit 10.000 bis 30.000 Millimetern deutlich drüber. Trotzdem ist es wichtig, noch einmal auf die Angaben der Hersteller zu schauen.

Wasserdicht: die Verarbeitung zählt

Funktionsmaterial mit hoher Wassersäule allein reicht leider nicht aus: Es kommt auch auf die Verarbeitung an. Ist Kleidung schlecht verarbeitet, dringt das Wasser an Nähten und Reißverschlüssen ein. Hier hilft ein wachsamer Blick: Reißverschlüsse sollten gut abgedeckt und Nähte ordentlich verklebt sein.

Wasserdicht allein reicht nicht aus

In unserer neuen wasserdichten Kleidungen wollen wir uns nicht wie in einem Feuchtbiotop fühlen. Deshalb brauchten wir Kleidung mit wasserdichtem Material, die atmungsaktiv ist und den produzierten Schweiß von innen nach außen leitet. Gängige Funktionsmaterialien bringen diese Eigenschaft bereits mit.

Funktionsmaterialien: atmungsaktiv und wasserdicht

Die bekanntesten Funktionstextilien sind Gore-Tex, Sympa-Tex und Texapore. Gore-Tex und Sympa-Tex gehören zu den Membranen: Sie werden mittels Hitze auf ein Trägermaterial aufgetragen. Texapore ist eine Beschichtung, die eingedampft oder eingewaschen wird.

Herstellung mit chemischen Prozessen

Ob Beschichtung oder Membran: Oft nutzen Hersteller perforierte oder polyfluorierte Chemikalien (PFC), um wetterfeste Textilien zu produzieren. Bei Gore-Tex und Texapore kommt PFC zum Einsatz, Sympatex setzt diese nicht ein.

Viele Funktionsmaterialien schädlich für die Umwelt

So wetterfest und atmungsaktiv Funktionsmaterialien sind, bei denen PFC zum Einsatz kommt: Sie schädigen die Umwelt, wenn Sie in den Wasserkreislauf gelangen. Die Chemikalie gilt als krebsverstärkend und soll das Erbgut schädigen. (Quelle: Spiegel Online)

Gore überraschend ehrlich

Beeindruckt sind wir von der Ehrlichkeit des Herstellers Gore: Auf der eigenen Website gibt Gore zu „(…), dass sich PFCs in Organismen ansammeln und dadurch in die Nahrungskette gelangen“ kann. „Aus diesem Grund ist die Entwicklung einer Imprägnierung, die nicht auf PFCs basiert, eine große Herausforderung für die gesamte Outdoor-Branche“, so Gore weiter. (Quelle: Gore Website, 01.02.2017)

Sympatex: ökologisch und gesundheitlich unbedenklicher

Sympatex ist eine fluorfreie Membrane aus Polyester. Sie ist ökologisch und gesundheitlich unbedenklicher als die fluorhaltigen Membrane und Beschichtungen. Ob Sympatex so wetterfest und atmungsaktiv ist wie fluorhaltige Funktionsmaterialien, haben wir nicht sicher herausfinden können. Allerdings haben wir zum Beispiel bei Gore und bei Green Peace gelesen, dass fluorfreie Textilien nicht die gleichen ölabweisenden Eigenschaften haben.

(Quellen: Bergfreunde, greenpeace)

Wasserdicht und umweltfreundlich: ein Gegensatz

Die Wahl der Regenkleidung ist für Verbraucher sehr komplex und eine echte Frage des Gewissens. Wer sich für umweltfreundliche Materialien entscheidet, könnte Nachteile haben. Wobei sich jeder ernsthaft die Frage stellen muss, wie oft und wie lange er im Regen unterwegs ist.

Auch die Optik zählt

Vor allem wegen der hervorragenden Optik haben wir uns für Gore Bike Wear entschieden. Von Gore Bike Wear wird ein breites Produktportfolio angeboten. Da wir von Kopf bis Fuß trocken bleiben wollten, haben wir uns eine komplette Ausstattung aus Jacke, Hose, Kapuze und Überschuhe zugelegt. Die „Element“-Serie von Gore Bike Wear hat uns besonders gut gefallen – auch Ihr Preis.

Gore Bike Wear: Probefahrt im Regen

Unser Tipp für Euch: Bei Gore Bike Wear sparen

Qualität hat ihren Preis – auch die Gore Bike Wear. Wer aufpasst, kann hier echte Schnäppchen erwischen. Es winken bis zu 30 Prozent Preisnachlass, zum Beispiel bei Bike24, Bike Discount und Amazon.

Ihr habt schon öfter wetterfeste Fahrradkleidung gekauft? Dann erzählt uns von Euren Erfahrungen.

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