Foto Rotbachlspitz Zillertal

Die Erlebnistour zur Rotbachlspitze: Eisgipfel-Panorama auf beinahe 3.000 Metern

Mit 2.897 Metern ist die Rotbachlspitze ein echtes Erlebnis für alle, die noch nicht so oft nahe der 3.000 Meter Grenze unterwegs waren. Wir haben sechs Highlights, die aus der Wanderung zur Rotbachlspitz ein echtes Erlebnis machen.

Rotbachlspitz: die Tour im Überblick

  • Start: Schlegeisstausee Zillertal
    • Parkplatz am Stausee
    • Navi-Adresse: Dornauberg 118, 6295
    • Anfahrt: bis Mayrhofen, dann durch Ginzling
    • Maut: 12 Euro für PKW
    • ca. 1.790 Meter Höhe
  • Ziel: Gipfelkreuz Rotbachlspitze
    • 2.897 Meter
  • Dauer: 4 h vom Parkplatz nahe Zamsgatterl
    • 4,5 h von Staumauer
  • Einkehr: Lavitz-Alm nach ca. 1,5 h (nicht immer offen)

Sechs Highlights auf dem Weg zur Rotbachlspitze

Es war wieder einer jener Tage, an dem wir nicht so weit wandern wollten, um am Ende dann doch einen unserer höchsten Gipfel zu erklimmen – die Rotbachlspitze auf 2.897 Meter Höhe.

Die Tour zur Rotbachlspitze hat uns begeistert: das Eisgipfelpanorama der mit Schnee bedeckten Berge und die Sicht vom Gipfel nach Italien sind einfach herrlich.

Sechs Highlights, die wir auf dem Weg zum Gipfel erlebt haben:

1. Schlegeisstausee

Die Wanderung zur Rotbachlspitz startet am schönsten Stausee des Zillertals: dem Schlegeisspeicher. Er liegt inmitten des Zillertaler Naturparks hinter Ginzling und ist Ausgangspunkt für viele Wanderungen und Hütten auf dem Berliner Höhenweg. Wer noch nie im Zillertal war, muss den Stausee einfach gesehen haben.

An sonnigen Tagen ist die Sicht auf den Schlegeisspeicher mit dem dahinter liegenden Gletscher gewaltig. So startet die Wanderung sofort mit tollen Fotos.

Foto vom Schlegeis Stausee Zillertal
Der schönste Stausee im Zillertal: Schlegeis-Stausee hinter Ginzling im Zillertaler Naturpark

2. Italien

Auf dem Weg zur Rotbachlspitze passieren wir die Grenze nach Italien. Der Grenzstein kurz vor dem Pfitscherjochhaus ist ein beliebtes Fotomotiv: An einem Tag von Österreich nach Italien wandern – das ist ein echtes Erlebnis, das auf Fotos festgehaltenen werden muss.

Einziger Haken: Bis zum Pfitscherjochhaus ist die Wanderung alles andere als einsam und ruhig. Familien und ältere Menschen können den Weg bis zur Lavitzalm leicht gehen und der Stausee zieht viele Touristen magisch an.

Ab dem Pfitscherjochhaus, das von Italienern gut besucht wird, trennt sich dann die Spreu vom Weizen. Auf dem Weg zum Gipfel sind kaum Menschen unterwegs.

3. Pfitscherjochhaus

Der Weg zum Gipfel ist lang. Um so mehr haben wir uns gefreut, dass genau zur Halbzeit der Wanderung das Pfitscherjochhaus auftauchte.

Mit den Hüttenmakkaroni und anderen leckeren Gerichten haben wir uns in der Pause verwöhnt. Allerdings mussten wir fast 30 Minuten in der langen Selbstbedienungsschlange des Pfitscherjochhauses warten. Für die Pasta und die kühlen Getränke hat es sich aber gelohnt, anzustehen.

Pfitscherjochhaus Essen Hüttenmakkaroni
Lecker: Die Hüttenmakkaroni beim Pfitscherjochhaus

4. Nervenkitzel

Bis zum Pfitscherjochhaus ist die Wanderung leicht bis mittelschwer. Doch 45 bis 30 Minuten vor dem Gipfel geht es zur Sache. Passagen mit Felsblöcken und ein steiler Schotterweg fordern unsere Kondition.

Als Flachländer habe ich besonderen Respekt vor dem Abstieg auf dem steilen Schotterweg und spüre meine weichen Knie. Absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit brauchen wir hier.

Nach dem Abstieg ist für uns klar: Im Vergleich zu anderen schwarz markierten Touren ist die Bewertung der Wanderung als mittelschwerer roter Weg im Rother Wanderführer Zillertal recht mild ausgefallen. Nach mehr als 20 Jahren wandern im Zillertal halten wir ihn für schwierig.

Foto vom Aufstieg zum Pfitscherjochhaus Zillertal
Leichter Aufstieg zum Pfitscherjochhaus: Auf einem mit Steinen versetzten Weg geht es hoch zur Hütte
Foto von der Rotbachlspitz zillertal
Abstieg von der Rotbachlspitze: Auf einem steilen Schotterweg geht es hinab

5. Eisgipfel-Blick

Bruckmanns Wanderführer und der Rother Wanderführer Zillertal machen uns die Tour schmackhaft: mit einem Ausblick auf die Eisriesen der Zillertaler Alpen – im Süden auf den Hochferner und die Weißspitze und im Norden auf den Schrammacher mit mächtigem Gletscher.

Die Eisriesen können wir bei klarer Sicht bestaunen und unsere Augen kaum mehr abwenden. Auf unseren Gipfelfotos sind im Hintergrund die schneebedeckten Felsgipfel zu sehen, die uns auf dem Kreuz ein wunderschönes Panorama schenken.

Aussicht Aufstieg Rotbachlspitz
Aufstieg zur Rotbachlspitze: Die schneebedeckten Felsen machen es einem schwer, sich auf den Weg zu konzentrieren. Was für ein Ausblick.

6. Genießer-Gipfel

Dieser beinahe 3.000 Meter hohe Gipfel bietet uns am Kreuz Platz für eine ausgedehnte Rast. Das ist auf felsigen Gipfeln über 2.500 Metern oft nicht möglich.

Am Gipfelkreuz angekommen, können wir bei schönem Wetter entspannt im Gras liegen und den Ausblick auf die Eisgipfel genießen. Dabei beobachten wir ein junges Murmeltier, wie es vor einem Felsen in aufrechter Haltung Ausschau hält, ohne uns zu bemerken.

Murmeltier Rotbachlspitz Zillertal
Ein Murmeltier kurz vor dem Gipfel der Rotbachlspitz

Für uns war die Tour zur Rotbachlspitze ein echtes Erlebnis. Wie im Rother Wanderführer von 2010 beschrieben, haben wir die knapp 2 Stunden vom Pfitscherjochhaus bis zum Gipfel gebraucht; in Summe waren wir 4,5 Stunden von der Dominikushütte an der Staumauer unterwegs.

Wer konditionell noch mehr kann als wir, wird in den letzten 45 bis 30 Minuten bis zur Rotbachlspitze einige Minuten sparen. Gleiches gilt für den Rückweg zum Pfitscherjochhaus, für den wir mit 1:45 Stunden fast genauso lange brauchten.

Gipfel Rotbachlspitz
Das Gipfelkreuz der Rotbachlspitze bietet ein malerisches Panorama

Tourtipp: Wetterkreuzspitze

Eines der schönsten Gipfelkreuze im Zillertal solltet Ihr noch so lange besuchen, wie es frei von Bergbahnen ist: Die Wetterkreuzspitze ist ein wunderschöner Gipfel oberhalb der Zillertaler Höhenstraße. Wer zum Gipfenkreuz hinauf läuft, kann eine schöne Wanderrunde über die Wedelhütte und den Gedrechten drehen.

Zwei-Gipfel-Rundtour: zwischen Wetterkreuzspitze und Gedrechter

Die tourtricks-Touren im Zillertal

3 Gedanken zu “Die Erlebnistour zur Rotbachlspitze: Eisgipfel-Panorama auf beinahe 3.000 Metern

  1. Hallo Christina,
    der kurze Austausch über das Erlebnis „Rotbachlspitz“ hat mir Spaß gemacht. Nachdem ich mir deine Blogs noch mal durchgeschaut habe, konnte ich feststellen, dass ich da vor einiger Zeit schon mal ausführlich gelesen hatte, auch in den Tipps für Wanderungen mit Kindern. Ich hatte deine Seiten sogar in meinen „Favoriten“ . Ich fahre auch seit über 20 Jahren regelmäßig 1x jährlich ins Zillertal, seit 2 Jahren sogar 2x, da ich mich für den Alpenverein zusätzlich noch an Arbeitseinsätzen auf der Berliner Hütte beteilige. Im Winter war ich – mangels Zeit – noch nie im Zillertal, soll aber ab 2019 fest eingeplant werden, da Zeit dann kein Hindernis mehr sein wird 😉 …
    Ich werde jetzt mal regelmäßig bei Dur stöbern.
    Wenn du willst, kannst du ja auch mal bei mir in die Alben schauen, da findest du auch Zillertal-Bilder aus den letzten Jahren.
    Herzlichen Gruß aus Berlin
    Heidi

    1. Hallo Heidi, es freut mich, dass unsere Seite es schon bei Dir in die Favoriten geschafft hatte. Wir fahren Beide schon mehr als 20 Jahre ins Zillertal – das haben wir gemeinsam. Trotzdem entdecke ich immer wieder Neues, wandere aber auch gern ein weiters Mal die gleiche Strecke. Dein Engagement beim Alpenverein ist vorbildlich. Toll! Im Winter reizen mich die Schneeschuhwanderungen. Das will ich unbedingt mal machen. In Deine Alben schau ich gern mal rein. Wenn Du mal ein Interview für tourtricks mit Deinen besten Tipps geben möchtest, gib Bescheid. Das wäre bestimmt spannend, solange wie Du schon ins Zillertal fährst.

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