Zillertal Alm

Sommerurlaub im Zillertal: sieben Tage Familienspaß

Bald beginnt für viele Familien der wohlverdiente Sommerurlaub. Wir haben für Euch Tipps für eine Woche Familienurlaub im Zillertal zusammengestellt.

Tipps für eine Urlaubswoche im Zillertal

Unsere Tipps stammen aus über 20 Jahren Sommerurlaub im Zillertal: Es sind die schönsten Erlebnisse, die wir mit unserer Familie erlebt haben. Alle Tipps haben wir für Euch in einem Urlaubplan zusammengestellt.

Urlaubskasse schonen: mit der Zillertal Activcard

Bei unserem Urlaubsplan für eine Woche Zillertal haben wir auch an Euren Geldbeutel gedacht: Mit der Zillertal Activcard vom Tourismusverband könnt Ihr in Eurem Urlaub durchaus Geld sparen.

Allerdings ist es wichtig, dass Ihr dafür Eure Aktivitäten im Voraus plant und die Vergünstigungen der Karte wirklich nutzt. Dafür braucht Ihr im Gültigkeitszeitraum gutes Wetter, um mit der Zillertal Activcard die Bergbahnen und Freibäder kostenlos zu nutzen.

Aber Vorsicht: Lest Euch genau durch, wo die Zillertal Activcard Euch kostenlose Zutritte ermöglicht: Der Zillertaler Dampfzug und die Fahrt mit der Hintertuxer Gletscherbahn ab der Sommerbergalm sind nicht inklusive.

Urlaubsplan für sieben Tage Familienspaß

Wandern, baden und Neues entdecken: Hier kommt unser tourtricks Urlaubsplan für eine Woche Familienspaß:

1. Tag: Wasserfall-Wanderung
(nach der Anreise)

Am Nachmittag Eures Anreisetages erholt Ihr Euch bei einer kurzen Wasserfall-Wanderung vom Reisestress. Die Kinder toben sich aus, Ihr wandert Euch ein und gewöhnt Euch langsam an die Höhe in den Bergen. Letzteres ist wichtig, wenn Ihr aus dem Flachland kommt und nicht an die Berge gewöhnt seid.

Kaltenbacher Wasserfall
Der Kaltenbacher Wasserfall im Jahr 2009: unberührte und wunderschöne Natur. Trotz des Kletterparks heute ist der Wasserfall noch immer schön anzusehen.

In vielen Orten im Zillertal findet Ihr kurze Wanderungen zu Wasserfällen. Wir empfehlen Euch den Kaltenbacher Wasserfall in Zillertal Mitte: Er hat uns in all den Jahren am besten gefallen.

Ihr erreicht den Kaltenbacher Wasserfall in ca. 45 Minuten Gehzeit vom Bahnhof in Kaltenbach. Für den kompletten Rundweg benötigt Ihr etwa eine Stunde und 15 Minuten. Der Rundweg ist nicht schwer und auch nicht gefährlich.

Wer am ersten Tag noch nicht bergauf wandern möchte, kann fast überall im Zillertal gemütlich an der Zillerpromenade entlang spazieren und die wilden Seiten des Flusses entdecken.

2. Tag: Uriger Hüttenspaß

  • Kreuzjochhütte:
    • schöne urige Hütte mit leckerem Kaiserschmarrn
    • Skiwasser zum Selber-Zapfen & Kinderspielplatz
    • ein anhänglicher Esel zum Streicheln & Liebhaben
    • Start:
      • Bergstation Rosenalmbahn in Zell
      • Kletterpark Fichtenschloss an der Bergstation
    • Gehzeit: 2h für Hin- und Rückweg
    • Schwierigkeitsgrad: leicht
    • Wetter: bei Sonne/Wolken, klare Sicht
    • Kosten:
      • Berg- & Talfahrten bei Activcard inkl.
    • auch mit Kinderwagen möglich
  • Schlechtwettervariante:
    • Maxhütte ab Ginzling
    • Gehzeit: ca. 2,5 h Hin- und Rückweg
    • Schwierigkeitsgrad: mittel
    • Wetter: auch bei Regen, kein Gewitter
    • nicht mit Kinderwagen möglich

Die Kreuzjochhütte

Die Kreuzjochhütte ist eine der urigsten Hütten im Zillertal und ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein: Auf der Hütte habt Ihr bei klarer Sicht einen herrlichen Ausblick ins Zillertal und könnt dabei einen der besten Kaiserschmarrn genießen.

Der Hüttenspielplatz und der zutrauliche Hüttenesel begeistern die Kleinen, während die Großen entspannt in der Sonne sitzen. Alle Gäste können Ihr kühles Skiwasser auf der Hütte mit klarem Bergwasser selber zapfen.

Los geht’s von der Bergstation der Rosenalmbahn oberhalb von Zell am Ziller. Gehzeit: 45 Minuten bis eine Stunde pro Richtung. Der Weg führt auf einer Fahrstraße entlang. Die Tour ist auch mit dem Kinderwagen möglich. Die Fahrten mit der Bergbahn sind in der Zillertal Activcard enthalten.

Kreuzjochhütte Zillertal
Kreuzjochhütte im Zillertal: Lecker Kaiserschmarren, ein herrlicher Ausblick und der kleine Esel bringen uns gute Laune

Schlechtwetter-Alternative: Maxhütte

Ebenso urig wie die Kreuzjochhütte ist die Maxhütte, die Ihr von Ginzling im hinteren Zillertal aus erreicht. Sie liegt im wunderschönen Gunggl-Tal und ist auch bei schlechterem Wetter ein schönes Ziel.

Die Maxhütte ist von innen besonders urig: So ist es bei schmuddeligem Wetter besonders gemütlich, wenn die Wirte Euch spannende Geschichten rund um die Hütte und den geheimen Gaulkopf erzählen. Mehr über die Maxhütte findet Ihr in unserem Blogbeitrag.

Die Schlechtwetter-Tour: Urig einkehren in der Maxhütte

3. Tag: Bergwerk oder Dampflok

  • Variante 1: Silberbergwerk Schwaz
    • mit dem Grubenwagen ins Bergwerk fahren
    • Kosten: ab 40 Euro (Familie mit Kind)
    • Zillertal Activcard: nein
  • Variante 2: Zillertaler Dampflok
    • Kosten:
      • je nach Dauer der Fahrt
      • Zillertal Activcard: 10% Rabatt
    • Wetter: bei Sonne, Wolken & Regen
  • Variane 1 und 2 miteinander kombinierbar

Das Silberbergwerk in Schwaz

Ein Besuch im Silberbergwerk Schwaz ist an heißen und regnerischen Sommertagen ein tolles Erlebnis: Bei Regen entkommt Ihr dem schlechten Wetter, an heißen Sommertagen kühlt Ihr Euch unter Tage ordentlich ab.

Mit einem Grubenwagen fahrt Ihr gemeinsam ins Bergwerk: ein Erlebnis, dass die ganze Familie nicht mehr vergisst. Dafür sorgt nicht zuletzt das Familienfoto im Grubenwagen, dass Euch vor Ort zum Kauf angeboten wird.

Führungen gibt es im Sommer von Mai bis September von 09:00 bis 17:00 Uhr. Die Preise haben es leider in sich: Eine Familie mit einem Kind ist für 40 Euro dabei. Jedes weitere Kind kostet 8 Euro. Weitere Informationen gibt es in der Preisübersicht des Silberbergswerks Schwaz.

Der Zillertaler Dampfzug

Für kleinere Kinder ist der Zillertaler Dampfzug ein schönes Erlebnis: Im  Kinderwagen sorgt der Zilli-Bär, das Maskottchen des Dampfzugs, für strahlende Kinderaugen.

Viel Sparen könnt Ihr mit der Zillertal Activcard allerdings nicht. Beim Dampfzug sind nur 10 Prozent Rabatt drin, sodass Ihr auch für diesen Spaß etwas tiefer in die Tasche greifen müsst.

Ein Beispiel: Eine Fahrt zwischen Kaltenbach und Mayrhofen kostet 28,55 Euro (-10%) für eine Familie mit einem Kind.

4. Gemeinsames Gipfel-Glück

  • Variante 1: Gipfelwanderung zum Gedrechter 
    • Start:
      • Skihütte an der Zillertaler Höhenstraße
      • Auffahrt Zellberg oder Riedberg
    • Gehzeit: 2-3h für Hin- und Rückweg
    • Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel
    • Murmeltierland an Zillertaler Skihütte
    • Kosten:
      • Auto: Maut für Zillertaler Höhenstraße
      • alternativ: Busfahrt mit dem Regiotaxi
  • Variante 2: Gipfelwanderung zum Feilkopf
    • Start: Mautparkplatz Pertisau am Achensee
    • Gehzeit: 3,5 – 4h Hin- und Rückweg
    • Schwierigkeitsgrad: leicht
    • Anreise mit ÖPNV:
      • Zillertalbahn bis Jenbach (Activcard)
      • Achenseebahn ab Jenbach bis Pertisau
      • zu Fuß bis Mautstraße
    • Kosten:
      • Fahrkarten für ÖPNV
      • Gebühren für Parkplatz

Der Gedrechter im Zillertal

Für Familien mit trittsicheren Kindern, die schon einmal in den Bergen gewandert sind, empfehlen wir die Wanderung zum Gedrechter oberhalb der Kaltenbacher Skihütte. Wegen des Murmeltierlands am Tourstart ist die Tour zwar längst kein Geheimtipp mehr, aber immer noch sehr schön.

An der Zillertaler Skihütte können Eure Kinder die süßen Murmeltierchen in aller Ruhe gratis beobachten, bevor Ihr durch den Alpengarten zum Gipfelkreuz wandert. Bei Sonnenschein solltet Ihr die Sonnencreme nicht vergessen: Schattenspendende Bäume gibt es hier oben nur selten.

Gedrechter Zillertal
Auch in der Abendsonne schön: Der Gedrechter

Der Feilkopf am Achensee

Eine der schönsten Familienwanderungen mit Gipfelkreuz führt Euch zum Achensee außerhalb des Zillertals. Dort wandert Ihr vom Mautparkplatz in Pertisau direkt bis zum Gipfelkreuz, dem Feilkopf oberhalb der Feilalm.

Die Wanderung ist leicht und bringt Euch auf Fahrstraßen und Waldwegen zum Ziel. Nur 15 Minuten vom Gipfelkreuz entfernt liegt die Feilalm: Tiere, Spielsachen und leckeres Essen bringen Euch dort eine extra Portion Spaß.

Alle Details zu Tour haben wir Euch in unserem Blogbeitrag zum Feilkopf zusammen gestellt.

Familientour mit Achenseeblick: zum Gipfelkreuz des Feilkopfs

5. Schnee-Engel im Sommer machen

  • Familienausflug zum Hintertuxer Gletscher
    • Auffahrt mit der Hintertuxer Gletscherbahn
    • Sommerbergalm: Lernspaß „Gletscherflohsafari“
    • Gefrorene Wand: Schneeengel machen
  • Kosten:
    • mit Activcard kostenlos bis Sommerbergalm
    • Hin & Zurück Sommerbergalm – Gefrorene Wand:
      • 65 Euro für eine Familie mit 1 Kind
      • nach 01.01.2008 geborene Kinder gratis
      • Kosten nur für Eltern 50 Euro

Der Hintertuxer Gletscher

Ein besonderes Erlebnis für Kinder, die noch keinen Gletscherspaß im Sommer erlebt haben, ist der Hintertuxer Gletscher. Dort können die Kleinen Schnee-Engel im Sommer machen und im Gletscherflohpark alles Wissenswerte rund um Gletscher erfahren. Ein echtes Abenteuer.

Schneeengel
Schneeengel am Hintertuxer Gletscher: im Hochsommer ein unvergessliches Erlebnis für Kinder

Das Abenteuer macht sich leider auch im Geldbeutel bemerkbar. Bis zur Sommerbergalm ist die Fahrt mit der Zillertal Activcard zwar noch kostenlos. Damit entfällt aber nur der kleinere Teil der Kosten.

Besonders tief müssen Eltern für die Fahrt in den Schnee (Bergstation Gefrorene Wand) in die Tasche greifen: Für sie kostet die Fahrt von der Sommerbergalm zur Bergstation Gefrorene Wand rund 50 Euro. Für Kinder, die älter als 10 Jahre sind, kommen noch einmal rund 15 Euro dazu – trotz Zillertal Activcard. Immerhin: Kinder bis 10 Jahre sind kostenlos – egal, wohin die Fahrt mit der Zillertaler Gletscherbahn geht.

Für Familien mit kleinem Geldbeutel sind die Preise trotz Zillertal Activcard leider kaum erschwinglich. Das hätten wir uns anders gewünscht.

6. Wanderspaß am Schlegeis-Stausee

  • Variante 1: Wanderung zum Pfitscherjochhaus
    • Grenzwanderung nach Italien
    • Gehzeit: 4 – 4,5h für Hin- und Rückweg
    • eher für größere Kinder mit Ausdauer
    • Kosten: Maut zum Schlegeis
    • Schwierigkeit: leicht bis mittel
    • Wetter: bei Sonne/ klarer Sicht
  • Variante 2: Wanderung zum Friesenberghaus
    • Wanderung mit Stauseeblick
    • Gehzeit: 4h für Hin- und Rückweg
    • Kosten: Maut zum Stausee
    • Schwierigkeit: leicht bis mittel
    • Wetter: bei Sonne/ klarer Sicht
  • Variante 3: Spaziergang am Stausee entlang
    • Gehzeit: 1,5 – 2h
    • Kosten: Maut zum Stausee
    • Schwierigkeitsgrad: leicht
    • auch mit kleinen Kindern und Kinderwagen möglich
    • Wetter: Sonne/Wolken – klare Sicht

Am Schlegeis-Stausee warten Wanderungen auf Euch, die landschaftlich einzigartig sind. Dort seid Ihr im  Hochgebirgspark Zillertaler Alpen: So unberührte Berglandschaften wie hier bekommt Ihr im Zillertal sonst kaum zu sehen.

Das Pfitscherjochhaus

Für Familien mit ausdauernden Kindern empfehlen wir die Wanderung nach Italien. Sie ist zwar körperlich nicht so anstrengend, aber zieht sich etwas in die Länge.

Zu Beginn geht es einige Zeit auf einem flachen Weg am Fluss entlang – ideal für Wasserspäße mit der ganzen Familie. Kurz vor der Hütte kommt dann ein besonderer Moment: als Familie passiert Ihr die Grenze und wandert in Italien ein. Am Grenzstein könnt Ihr schnell noch ein Foto schießen, bevor Ihr das Pfitscherhochhaus erreicht.

Foto vom Pfitscherjochhaus
In zweieinhalb Stunden vom Schlegeis-Speicher zum Pfitscherjochhaus: Im Sommer ist es an sonnigen Tagen sehr voll hier

Das Pfitscherjochhaus liegt auf dem Weg zur Rotbachlspitz. In unserem Blogbeitrag zur Wanderung auf diesen wunderschönen Gipfel findet Ihr noch ein paar Informationen zur ältesten Schutzhütte Südtirols.

Die Erlebnistour zur Rotbachlspitz: Eisgipfel-Panorama auf beinahe 3.000 Metern

Das Pfitscherjochhaus ist an schönen Tagen oft sehr gut besucht: von Italien führt eine Fahrstraße hinauf, die viele italienische Radler nutzen. Ein uriges Kleinod ist die das Pfitscherjochhaus deshalb nicht. Trotzdem ist die Schutzhütte wunderbar anzusehen und bietet einen herrlichen Ausblick nach Italien.

Das Friesenberghaus

Die Wanderung zum Friesenberghaus bietet Euch bei Eurer Ankunft einen hübschen Ausblick auf den Stausee. Die alpine Schutzhütte ist Teil des Berliner Höhenwegs: Hier könnt Ihr Euch als Familie einen Eindruck vom Weitwandern verschaffen, wenn Ihr damit noch keine Erfahrungen gemacht habt.

Matratzen- und Bettenlager gibt es auf dem Friesenberghaus genug. Wenn Ihr nachfragt, gewähren Euch die Wirte auch einen Einblick in die Zimmer. Die Hütte liegt oft im Schatten: also steckt Euch lieber eine Jacke mehr ein.

Einfach nur den Stausee genießen: Das könnt Ihr mit kleinen Kindern auf dem Wanderweg direkt am Stausee und bei einem Besuch der beeindruckenden Staumauer.

Foto vom Schlegeis Stausee Zillertal
Der schönste Stausee im Zillertal: Schlegeis-Stausee hinter Ginzling im ZIllertaler Naturpark

7. Erholung und Badespaß

  • Variante 2: Badeseen
    • Empfehlungen:
      • Naturbadesee Schlitters
      • Strandbad Achenkirch Achensee

Die öffentlichen Schwimmbäder

Mit der Zillertal Activcard könnt Ihr sechs Freischwimmbäder gratis nutzen. Die Schwimmbäder sind im Zillertal gut verteilt – im vorderen Zillertal in Fügen, in Zillertal Mitte in Stumm und Zell sowie in Hippach, Mayrhofen und Finkenberg im hinteren Zillertal.

Der Naturbadesee in Schlitters

Wer nicht ins klassische Freibad möchte, kann sich am Naturbadesee in Schlitters erholen. Der Badespaß in Schlitters ist auch etwas für kleine Geldbeutel: Erwachsene zahlen nur vier Euro pro Tag, Kinder (7-15 Jahre) sind schon für zwei Euro dabei. Ein Highlight für die Kleinen ist der 2009 angelegte Actionsspielplatz.

Der Achensee

Besonders viel Abkühlung bietet Euch der wunderschöne Achensee im Strandbad Achenkirch. Das Strandbad ist herrlich angelegt, damit auch die ganz Kleinen Spaß im Wasser haben können.

Zwischen 16 und 20 Grad warm wird das Wasser des Achensees im Sommer – eine ordentliche Abkühlung, die nicht jedermanns Sache ist. Dafür ist der Eintritt kostenlos. Kosten fallen nur für den Parkplatz an.

Achensee in Tirol
Der Achensee mit Bergpanorama: In Achenkirch bietet der See ein schönes Strandbad für Groß und Klein

Wandern im Zillertal: Die tourtricks-Touren im Überblick

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