Ueckermünde am Haff

Radfernweg Berlin-Usedom: Etappe 4 von Ueckermünde nach Stolpe

Die vierte Etappe unserer Mehrtagestour auf dem Radfernweg von Berlin nach Usedom ist etwas Besonderes: Am Ende der Tour erreichen wir Usedom.

Von Berlin nach Usedom mit dem Rad: Unsere Tour in fünf Tagen

Traumhafter Start in Ueckermünde am Haff

Beim Start unserer vierten Etappe auf dem Radfernweg Berlin-Usedom fühlen wir uns fast so, als hätten wir die Insel schon erreicht. Morgens halten wir kurz in Ueckermünde am Haff: Wir genießen die Sonne, hören das Rauschen der Wellen und beobachten die Möwen.

Danach fahren wir in die Stadt, zum Hafen und zum Marktplatz. Bei Rossmann kaufen wir Getränke, in der Feinbäckerei Mietzner am Hafen Gebäck und Kekse. Bis Anklam ist es noch weit: Wir wollen auf unserer vierten Etappe versorgt sein.

Ueckermünde am Hafen
Start der 4. Etappe von Berlin nach Usedom: Ueckermünde am Hafen

Nordische Stimmung in Grambin

Die erste Hälfte unserer Tour ist schön und fordernd zugleich: Wir verlassen Ueckermünde nach 5 Kilometern und kommen nach Grambin – einem wunderschönen kleinen Ort, wo wir die ersten nordischen Häuser mit Reetdach sehen. Bei Sonnenschein genießen wir unsere Tour auf dem frisch asphaltierten Radweg am Haff nach Mönkebude. Schöner könnte der Start unserer Tour nicht sein.

Radweg Mönkebude am Haff
Auf dem Radfernweg in Mönkebude am Haff kurz hinter Ueckermünde

Holprige Wege hinter Leopoldshagen

Hinter der Fachwerkkirche in Leopoldshagen tritt Ernüchterung bei uns ein: Über 2 Kilometer müssen wir auf einem schlechten, steinigen Weg durchhalten. Erst kurz vor Bugewitz erlöst uns ein geteerter Radweg und eine Fahrradtankstelle.

Kühle Rast an der Fahrradtankstelle in Bugewitz

Nach 24 Kilometern sind wir reif für die erste Pause und können der Verlockung nicht widerstehen: Auf einem kleinen gemütlichen Hof bietet uns eine Familie kühle Getränke unter dem Sonnenschirm in ihrem Garten an.

Fahrradtankstelle in Bugewitz
Die erste Pause der 4. Etappe von Berlin nach Usedom: die Fahrradtankstelle in Bugewitz

Genuss pur: Naturschutzgebiet Anklamer Stadtbruch

Hinter der Fahrradtankstelle beginnt das Naturschutzgebiet Anklamer Stadtbruch: Hier im Mündungsgebiet der Pene befindet sich Deutschlands größter Moorwald – landschaftlich das Highlight der gesamten Usedom-Tour. Im gesamten Gebiet gibt es eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt, allen voran bedeutende Vorkommen an Schmetterlingen und Brutvogelarten, zum Beispiel Seeadler, Fischotter und Biber. Bis zu einem Aussichtsturm, auf dem wir weit über das Moor schauen können, verläuft ein geteerter Radweg. Hier macht die Tour wirklich Spaß.

Naturschutzgebiet Anklamer Stadtbruch
Eines der Highlights auf dem Radfernweg von Berlin nach Usedom: Das Naturschutzgebiet Anklamer Stadtbruch
Aussichtsturm Naturschutzgebiet Anklamer Stadtbruch
Schöner Ausblick auf die einzigartige Moorlandschaft im Naturschutzgebiet Anklamer Stadtbruch

Danach bleibt es landschaftlich wunderschön, aber der Radweg lässt nach. Wir müssen uns durch den Zuckersand mit Steinen kämpfen und können die schöne Aussicht auf die Moorlandschaft kaum
genießen. Zu allem Übel schließt sich ein schwer befahrbarer Plattenweg an. Über zehn Kilometer können wir nur langsam fahren, von Kilometer 26 bis 36. Das kostet Kraft und vor allem Zeit.

Mittagspause in Anklam

Vier Kilometer vor Anklam freuen wir uns nicht nur über einen guten Radweg: Wir haben Hunger und entscheiden uns wegen der guten Internetbewertung für das Vis-a-Vis am Steintor im Zentrum der Stadt. Dort bekommen Gäste Gegrilltes aller Art – Spezialitäten wie Pulled Pork, Brisket und Steaks. Klassische und saisonale Gerichte sorgen für Abwechslung. Wir sind mit dem Vis-a-Vis rundherum zufrieden. Wir haben eine freundliche Bedienung und genießen unseren leckeren Burger.

Restaurant Vis-à-Vis Anklam
Grillen mit Leidenschaft: Im Restaurant Vis-à-Vis in Anklam verbringen wir unsere Mittagspause
Restaurant Vis-à-Vis in Anklam Burger
Leckere Burger im Restaurant Vis-à-Vis in Anklam

Zecheriner Brücke: Das Tor zur Insel Usedom

In Anklam können wir leider nicht lang bleiben: Mit 39 Kilometern haben wir erst etwas mehr als die Hälfte unserer vierten Etappe geschafft und es ist schon Nachmittag. Hinter Anklam radeln wir auf die Zecheriner Brücke zu – dem Tor zu Insel Usedom. Wir machen Tempo und ordentlich Kilometer, müssen aber gegen teils heftige Windböen anradeln.

Zecheriner Brücke Usedom
Das Tor zur Insel: Auf der 4. Etappe von Berlin nach Usedom erreichen wir Usedom

Umso mehr fühlt sich die Zecheriner Brücke wie das erste große Ziel unserer Tour an. Wir feiern den Toursieg – egal was kommt, wir haben Usedom erreicht. Mit 58 Kilometern auf dem Fahrradcomputer ist das Etappenziel noch weit entfernt. In den 16 Kilometern, die vor uns liegen, queren wir viele Orte auf Usedom: Zecherin, Karnin und Usedom Stadt. Bis auf den 70 Jahre alten Lotsenturm in Karnin gibt es hier nicht viel zu sehen. Unser Tipp: Den Lotsenturm können Verliebte ganz für sich allein buchen – mit Whirlpool, Minibar und einer tollen Aussicht bietet er alles, was Paare brauchen.

Lotsenturm Karnin
Einen Leuchtturm für sich allein – eine ganze Nacht? Den Lotsenturm in Karnin können Gäste wie ein Hotelzimmer buchen

Ein Erlebnis: Essen im Restaurant Remise am Schloss Stolpe

Etwas abgehetzt erreichen wir nach 74 Kilometern endlich unser Etappenziel, das Hotel im Schloss am Haff in Stolpe. Es ist nach 20:00 Uhr und wir sind spät dran. Für die Kellner im gehobenen Restaurant Remise am Schloss ist das kein Problem: Sie nehmen unsere Bestellung direkt vom Fahrrad entgegen. Gekocht wird es, während wir uns zügig auf unserem Zimmer umziehen.

Das Ambiente im Remise ist gehoben: Edel eingedeckte Tische und eine romantische Beleuchtung sorgen für Wohlfühlathmosphäre und einen besonderen Abend. Wir bestellen einen Grillspieß und ein Risotto. Beides genießen wir in vollen Zügen. Eine Reservierung ist hier auf jeden Fall sinnvoll: Das Restaurant ist auf Usedom und darüber hinaus für seine exzellente Küche bekannt.

Restaurant Remise Schloss Stolpe von innen
Hochwertig eingedeckte Tische: Im Restaurant am Schloss Stolpe wird Essengehen zum Erlebnis
Risotto im Restaurant Remise am Schloss Stolpe
Das Auge isst mit im Restaurant Remise am Schloss Stolpe

Gemütliches Zimmer im Remise Schloss Stolpe

Unser Doppelzimmer im Remise Schloss Stolpe ist sehr schön. Zwar übernachten wir nicht direkt im Schloss, genießen aber den herrlichen Ausblick darauf. Unsere Fahrräder können wir einschließen – in einen separaten Raum direkt am Schloss. Ein Frühstück bietet unser Hotel leider nicht an. Dafür ist direkt gegenüber ein kleiner Bäcker, der uns mit einem Frühstück versorgt und auf Hotelgäste eingestellt ist.

Schloss Stolpe Usedom Doppelzimmer Remise
Doppelzimmer Remise im Schloss am Haff: Schöne Zimmer mit Ausblick aufs Schloss Stolpe

Mit einem Spaziergang um das Schloss lassen wir den Abend auf Usedom ausklingen und freuen uns auf die letzte Etappe unserer Tour auf dem Radfernweg von Berlin nach Usedom.

Schloss Stolpe Usedom
Am Abend der 4. Etappe: Spaziergang um das Schloss Stolpe auf Usedom

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