Maxhütte Zillertal Ginzling

Die Schlechtwetter-Tour: Urig einkehren in der Maxhütte

Wer im Sommer Urlaub im Zillertal macht, hat fast immer einen Regentag dabei. An diesen Tagen kannst Du trotzdem wandern – zur urigen Maxhütte im Gunggltal.

tourtricks-Steckbrief zur Maxhütte

  • Start:
    • Ginzling: kurz hinter dem Naturparkhaus
    • Parken am Wegweise / Hinweisschild zur Maxhütte
  • Ziel
  • Dauer:
    • Maxhütte: zirka 1 h
    • Gaulkopf, zirka 3,5 h
  • Schwierigkeitsgrad:
    • Maxhütte: leicht bis mittel
    • Gaulkopf: mittel bis schwer
  • Fahrrad / Kinderwagen:
    • Die Tour ist mit dem Rad oder dem Kinderwagen nicht möglich!
  • Anfahrt mit Auto:
    • bis Mayrhofen, dann weiter bis Ginzling
  • Weitere Infos:

War die Maxhütte früher noch ein Geheimtipp, ist sie heute kaum zu verfehlen: Das große Schild kurz hinter dem Naturparkhaus in Ginzling zeigt die Maxhütte eingebettet im romantischen Gunggltal. Ihr folgt dem Schild und geht zirka ein Stunde zur Maxhütte hinauf.

Wegweiser Maxhütte Zillertal
Der Wegweiser zur Maxhütte zeigt Wanderern schon am Startpunkt, wie schön es in der Gunggl ist

Aufstieg zur Maxhütte: Regenschutz im Wald

Mit Bergschuhen an den Beinen könnt Ihr auch bei Regen zur Maxhütte wandern. Im Wald seid Ihr vor leichtem Regen geschützt und werdet nicht nass. Seid trotzdem vorsichtig mit nassen und Moos bedeckten Steinen. Hier kommt Ihr schnell ins Rutschen – auch mit Euren Bergschuhen. Ansonsten ist der Weg zur Maxhütte nicht schwer: Er schlängelt sich durch den Wald hinauf in die Gunggl, ist aber durchsetzt von Steinen und Wurzeln. Wir treffen einige Wanderer, die sich den Weg zur Maxhütte deutlich leichter vorgestellt hatten. Denn oft wird die Tour von Einheimischen als leichte Wanderung empfohlen. Für Kinderwagen und Fahrräder ist sie trotzdem nicht geeignet.

Wanderweg zur Maxhütte
Der Aufstieg zur Maxhütte: Über viele Steine und Wurzeln geht es zur Hütte hinauf

Draußen und drinnen: urig und echt

Die urige ehemalige Jagdhütte wird aktuell von Christa und Hannes Sandhofer bewirtet. Bei schlechtem Wetter passen zirka 30 bis 35 hungrige Wanderer in die liebevoll hergerichtete Stuben hinein. Damit sich alle wohlfühlen, hat sich Christa richtig Mühe gegeben und die Stuben mit schönen Vorhängen und Wandpolster dekoriert.

Maxhütte Ginzling Zillertal
Die Maxhütte von innen: So gemütlich ist es, wenn das Wetter mal nicht so stimmt.

Wird es drinnen doch mal knapp und das Wetter ist so gut, dass Ihr draußen sitzen könnt, reicht Euch Wirt Hannes eine Decke und wischt für Euch die Tische sauber. Mir hat er die Kälte bei knapp 6 Grad im Sommer (!) ganz von allein angesehen 😉 Wir haben uns wirklich wohl gefühlt!

Die Maxhütte wird von vielen Einheimischen im Zillertal empfohlen und ist wegen ihrer Gemütlichkeit und der malerischen Kulisse des Gunggltals so beliebt. 2023 wird die Maxhütte 200 Jahre alt – so hat sie ihren urigen Charme nicht zuletzt ihrem Alter zu verdanken. Im Jahr 1976 haben die früheren Pächter sie zu einem beliebten Wanderziel umgebaut. Ihr dunkles Holz versprüht von innen und außen einen gemütlich-romantischen Charme. Alte Holztäfelchen am Eingang zeigen Wanderern schon bei der Ankunft, was es zu Essen gibt.

Eine Gaumenfreude: Christa’s Maxhütten-Kuchen

Bekannt ist die Maxhütte für den selbstgebackenen Kuchen von Christa. Sie backt pro Woche sieben bis acht verschiedene Kuchensorten. Dazu gehören Topfen-, Mohn-, Apfel-, Heidel- oder Erdbeer-Linzer-Kuchen. Wir haben uns für den Marillenkuchen und einen Kaiserschmarrn entschieden – einfach lecker. Doch auch das deftige Essen kommt auf der Maxhütte gut bei den Gästen an: Am liebsten werden Röstkartoffeln mit Speck und Ei sowie Knödel und Pressknödel gegessen. Der Kaiserschmarrn gehört zum Lieblingsessen der Maxhütten-Besucher dazu. Kaiserschmarrn geht einfach immer

Marillenkuchen Maxhütte Zillertal
Der Kuchen von Christa: Dafür ist die Maxhütte im Zillertal bekannt
Kaiserschmarrn Maxhütte Zillertal
Kaiserschmarrn auf der Maxhütte: Er gehört zum Lieblingsessen der Maxhütten-Besucher

Spaß für Groß und Klein

Kommt beim Essen dann doch noch die Sonne heraus, macht’s auf der Maxhütte doppelt Spaß. Dafür sorgen der Gunggl-Bacherl und der Spielplatz für Kinder, an dem die Kleinen an einem Felsblock das Klettern üben können. Und wenn Ihr das Glück auf Eurer Seite habt, kehren bekannte Zillertaler Musikanten in die Maxhütte ein. An solchen Tagen wird gemeinsam musiziert – mit Wirt Hannes, der selbst 35 Jahre lang musiziert hat.

Geheimtipp Gaulkopf: Das Gipfelkreuz der Ginzlinger

Klart es unterwegs noch auf, könnt Ihr von der Maxhütte noch weiter auf den Gaulkopf gehen. Direkt gegenüber von der Maxhütte führt ein gerade frisch markierter Weg zum Gipfel hinauf, über den wir im Internet vor unserem Aufstieg kaum etwas gefunden haben. Er ist ein echter Geheimtipp der Zillertaler und Ginzlinger und noch einmal ca. 1.000 Höhenmeter von der Maxhütte entfernt. Wirt Hannes hat seiner Christa hier 2010 einen Heiratsantrag gemacht und kann Euch den Weg bei Fragen gut beschreiben.

Auf der Wanderung zum Gaulkopf wurden wir nicht geschont: Der Weg hat uns recht steil hinauf aufs Kreuz geführt. Kein Wunder, dass viele Wanderer hier schon umgedreht sind. Jeder Meter und jede Anstrengung haben sich dafür doppelt gelohnt. Die GPX-Daten zum Gipfel und mehr über den Gaulkopf findet Ihr in unserem Beitrag:

Der geheime Gipfel: der Gaulkopf im Zillertal

Ginzling entdecken: Der Rundweg um das Bergsteigerdorf

Ist das Wetter regnerisch oder wolkenverhangen geblieben, lasst Ihr den Gaulkopf lieber sein. Dafür könnt Ihr beim Abstieg von der Maxhütte noch eine kleine Dorfrunde um Ginzling drehen. Kurz bevor Ihr wieder das Schild zur Maxhütte in Ginzling erreicht, gibt es einen Abzweig nach rechts für den Rundweg Ginzling. Er führt leicht am Berg entlang und gibt Euch auch bei schlechtem Wetter einen schönen Ausblick auf das Bergsteigerdorf.

Dorfrunde Ginzling schöne Aussicht
Schöne Aussicht vom Wanderweg der Dorfrunde Ginzling

Nach zirka 15 bis 20 Minuten endet der Weg auf einer Teerstraße, die bergab zum Naturparkhaus in den Ort nach Ginzling führt. Ihr folgt der Straße, wenn Ihr die Runde langsam beenden und direkt das Dorf anschauen möchtet. Dazu geht Ihr am Naturparkhaus vorbei in Richtung Dorf-Café und links an der Ziller entlang bis Ihr wieder an dem Startpunkt zur Maxhütte ankommt. So habt Ihr auf kurzem Wege etwas von Ginzling gesehen. Für eine längere Runde am Berg folgt Ihr dem Schild, das von der Teerstraße über die Wiese in den Wald abzweigt.

Ob Regen oder Sonner: Die Maxhütte ist für Groß und Klein eine tolle Tour bei jedem Wetter. Ist einem der Gaulkopf erst einmal bekannt, können Wanderfreunde an schönen Tagen eine tolle Tagestour erleben.

Gaulkopf & Maxhütte: Eure besten Fotos

Ihr habt den Gaulkopf oder die Maxhütte schon besucht? Kommentiert diesen Beitrag mit Euren Fotos oder Links zu Euren Bildern. Wir freuen uns darauf.

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